{"id":161,"date":"2017-07-02T15:14:41","date_gmt":"2017-07-02T15:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/spd-lohbruegge.eu\/?page_id=161"},"modified":"2017-07-04T11:28:37","modified_gmt":"2017-07-04T11:28:37","slug":"lohbruegge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/?page_id=161","title":{"rendered":"Lohbr\u00fcgge"},"content":{"rendered":"<p>Der heutige Hamburger Stadtteil Lohbr\u00fcgge entwickelte sich aus historischer Sicht im Kern aus drei D\u00f6rfern: Lohbr\u00fcgge, Sande und Boberg.<\/p>\n<div id=\"attachment_106\" class=\"wp-caption alignright\"><\/div>\n<p>Das kleine Bauerndorf Lohbr\u00fcgge wurde 1257 das erste Mal urkundlich erw\u00e4hnt. Es bestand seit seiner Gr\u00fcndung aus sechs Bauernh\u00f6fen (Hufen), die um den zentralen Dorfplatz gruppiert waren. Dieser ist als letztes vom alten Dorf Lohbr\u00fcgge noch erhalten, und zwar dort, wo sich Binnenfeldredder und Leuschnerstra\u00dfe treffen. Auf ihm stehen sieben Linden. Sande wurde 1579 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und lag beidseits der alten Handelsstra\u00dfe zwischen Bergedorf und Hamburg, der heutigen Alten Holstenstra\u00dfe und Lohbr\u00fcgger Landstra\u00dfe. Das Bauerndorf Boberg wurde 1233 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und bestand wie Lohbr\u00fcgge nur aus einigen Bauernh\u00f6fen, die im heutigen Boberg s\u00fcdlich der Bergedorfer Stra\u00dfe (B 5) lagen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Lohbr\u00fcgge und Boberg \u00fcber Jahrhunderte, teils bis weit ins 20. Jahrhundert hinein,\u00a0ihre b\u00e4uerliche Struktur behielten, setzte in Sande in der 2. H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts ein rasantes Bev\u00f6lkerswachstum ein. Beg\u00fcnstigt durch die verkehrsg\u00fcnstige Lage an der alten Handelstra\u00dfe und der 1842 gebauten Eisenbahnlinie zwischen Bergedorf und Hamburg, siedelte sich Industrie in Sande an. Am wichtigsten war dabei das Bergedorfer Eisenwerk, das 1864 zwischen dem heutigen Ludwig-Rosenberg-Ring und der Eisenbahnlinie erbaut wurde. Mit den Arbeitspl\u00e4tzen kamen auch Arbeiter, so dass sich die Bev\u00f6kerungszahl Sandes von 1864 bis 1883 von 500 auf 2.000 Einwohner vervierfachte. Bis 1914 stieg sie auf 7.000 an.<\/p>\n<div id=\"attachment_108\" class=\"wp-caption alignright\"><\/div>\n<p>Sande gewann dadurch im Vergleich zum Dorf Lohbr\u00fcgge erheblich an Gewicht, weshalb die beiden Gemeinden 1895 unter dem Namen Sande zusammengelegt wurden. Die rasch wachsende Gemeinde brauchte nicht nur eine Kirche, sondern auch Wasser. Deshalb wurden 1899 die Erl\u00f6serkirche an der Lohbr\u00fcgger Kirchstra\u00dfe und 1906\/07 der Lohbr\u00fcgger Wasserturm in den Sander Tannen am heutigen am Richard-Linde-Weg erbaut. Der Wasserturm ist als \u201cSander Dickkopp\u201d noch heute das Wahrzeichen Lohbr\u00fcgges.<\/p>\n<p>Der Name \u201cSande\u201d konnte sich f\u00fcr die Gemeinde aber politisch nicht durchsetzen, weshalb 1929 der Zusammenschluss mit Boberg daf\u00fcr genutzt wurde, zum alten Namen Lohbr\u00fcgge zur\u00fcckzukehren. Das preu\u00dfische Lohbr\u00fcgge wurde 1937\/38 im Zuge des Gro\u00df-Hamburg-Gesetzes Teil Hamburgs.<\/p>\n<p>Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte der Bedarf an Wohnungen f\u00fcr eine rege Baut\u00e4tigkeit in Lohbr\u00fcgge. Insbesondere in den 1960er Jahre ver\u00e4nderte die Gro\u00dfsiedlung Lohbr\u00fcgge-Nord das Gesicht des Hamburger Stadtteils. Die Felder verschwanden zugunsten von Wohnh\u00e4usern. Und die Industrie \u2013 neben dem Eisenwerk auch viele Ziegeleien \u2013 verabschiedete sich ebenfalls.<\/p>\n<div id=\"attachment_110\" class=\"wp-caption alignright\"><\/div>\n<p>Heute leben im Stadtteil Lohbr\u00fcgge auf 13 Quadratkilometern 39.575 (2016) Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heutige Hamburger Stadtteil Lohbr\u00fcgge entwickelte sich aus historischer Sicht im Kern aus drei D\u00f6rfern: Lohbr\u00fcgge, Sande und Boberg. Das<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"class_list":["post-161","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=161"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":163,"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions\/163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/spd-lohbruegge.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}