Bebauungsplan am Stuhlrohrquartier vertagt

In der letzten Sitzung des Statdtentwicklungsausschusses der Bergedorfer Bezirksversammlung wurde unter anderem über den Fortgang der Überplanung der Flächen rund um die alten Stuhlrohrhallen beraten.

Das Wohnungsunternehmen BUWOG hat das Areal rund um die Stuhlrohrhallen erworben und ein städtebaulich-freiraumplanerisches Gutachterverfahren ausgelobt, an dem acht Teams teilgenommen haben.

Der städtebauliche Sieger-entwurf von „raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung“ besteht aus vier Hauptelementen: drei Punkthäusern, die in einem zentralen Wasserbecken stehen, einem markanten Hochpunkt am Schleusengraben und vier Wohnblöcken mit grünen Innenhöfen sowie den Stuhlrohrhallen, die baulich erhalten werden sollen.

Der bisherige Siegerentwurf sollte entsprechend den Forderungen der Jury hinsichtlich der Differenzierung der einzelnen Baublöcke, der künftigen Erschließung sowie des Kita-Standortes und einer gleichbleibenden Baumasse bei keiner Überbauung der Stuhlrohrhallen überarbeitet werden.

Der bisherige Lösungsansatz, der unter anderem eine Aufstockung des Hochpunktes auf 22 Vollgeschosse sowie eine mögliche Aufstockung der Punkthäuser um ein Vollgeschoss vorsah, löste in den Fraktionen weiteren Beratungsbedarf aus, da Sorgen um mögliche Verschattungen der Nachbargebäude nicht abschließend beantwortet werden konnten. Bevor diese Frage nicht abschließend geklärt ist, soll das Bebauungsplanverfahren nicht eingeleitet werden.

Bleibt für den Stadtentwicklungsausschuss die generelle Frage, wieviel Höhe der Bezirk bei Neubauvorhaben verträgt. Denn diese Frage ist bei jedem Neubauvorhaben auf das Neue zu stellen und immer wieder individuell zu beantworten.

Oliver Roßborg

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