10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Katja Kramer

Auf Einladung der Behindertenarbeitsgemeinschaft Bergedorf (BAG) kamen am 26. März rund 60 Menschen mit und ohne Behinderung im Spiegelsaal des Bergedorfer Rathauses zusammen, um das 10-jährige Jubiläum der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention zu feiern.

Ganz nach dem Motto „Miteinander und nicht übereinander reden“ arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Workshop-Gruppen rund um das Thema Barrierefreiheit und aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zusammen. Das Ziel: die Inklusion nicht nur zu fordern, sondern auch zu leben. Unterstützt von Einrichtungen der Eingliederungshilfe arbeiteten die Workshop-Gruppen rund 45 Minuten an ausgewählten Themen.

Auch Bezirksamtsleiter Arne Dornquast (vorne) war anwesend.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen brachten einige gute Ideen für Bergedorf, welche wir auch mit entsprechenden Anträgen in die Bezirksversammlung Bergedorf einbringen werden.

Immer wieder Thema ist die Barrierefreiheit auf dem beliebten Bergedorfer Weihnachtsmarkt. Bereits 2017/2018 hatten wir zusammen mit der BAG eine sehr positive Initiative für mehr Barrierefreiheit auf dem Weihnachtsmarkt gestartet. Der Weihnachtsmarktbetreiber, das Bezirksamt, Vertreter der BAG und der Kommunalpolitik haben sich in einer kooperativen Runde zusammengesetzt und Kompromisse finden können. Dabei kam zum Beispiel raus, dass die Kabelbrücken für Menschen im Rollstuhl ohne externe Hilfe unüberwindbar waren. Der Weihnachtsmarktbetreiber hat dann zugesagt, deutlich breitere und weniger steile Kabelbrücken auszuwählen.

Aktuell wurden noch einmal die gemütlich wirkenden, aber barrierenschaffenden Holzhackschnitzel auf der Schlosswiese diskutiert. Menschen mit Rollstuhl oder anderen körperlichen Einschränkungen ist es nicht oder nur mit erheblicher Hilfestellung möglich den Weihnachtsmarkt auf der Schlosswiese zu genießen. Daher stellen wir in der April Bezirksversammlung den Antrag, zusammen mit den Weihnachtsmarktbetreibern und der BAG eine Alternative zu finden, z. B. eine Art Weg aus einem festen Untergrund, welcher mit dem Rollstuhl befahrbar ist und drum herum die gewohnten Holzhackschnitzel.

Wir sind positiv gestimmt, dass eine Lösung gefunden werden kann.

Katja Kramer

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