Bessere Gesundheitsversorgung durch Regierungsprogramm

Die Hamburger SPD hat Ende November ihr Regierungsprogramm für die kommende Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft am 23 Februar 2020 beschlossen.

Für einen meiner politischen Schwerpunkte, die Gesundheitspolitik, haben wir sehr ambitionierte Beschlüsse gefasst, von denen die Bürger im Bezirk profitieren werden.

Zum einen soll in jedem Bezirk ein Stadtteilgesundheitszentrum entstehen mit mindestens einer Haus- und kinderärztlichen Versorgung. Zudem werden an die Gesundheitszentren eine „Community Nurse“, also eine Bezirks- oder Gemeindeschwester, sowie Pflegedienste angedockt. Es sollen gesundheitliche Angebote mit den sozialräumlichen Angeboten verknüpft werden. Erfahrungen dazu gibt es beispielsweise durch den Billstedter Gesundheitskiosk. Das ist eine Schnittstelle zwischen dem dortigen Ärztenetzwerk und den Mitarbeitern des Kiosks.
Dort werden Arztbesuche beispielsweise vor- und nachbereitet, damit die Patientinnen und Patienten auch bei der Therapie mitarbeiten. Ferner gibt es mittlerweile eine Sportgruppe und Ernährungsberatung und das alles in acht Sprachen. Nicht erst seit dem Morbiditätsatlas wissen wir um den Zusammenhang zwischen Gesundheitsstatus und sozialer Lage, Einkommen und Bildungsstand. In diesen Stadtteilen ist die medizinische Versorgung schlechter, chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes setzen früher ein.

Für die Jüngeren sorgen wir mit sog. Gesundheitsfachkräften dafür, das Kindern in der Grundschule Wissen rund um das Thema Gesundheit und Prävention vermittelt wird. Finanziert werden die Fachkräfte von der Stadt und den gesetzlichen Krankenkassen.

Um die Qualität in den Krankenhäusern noch weiter zu verbessern, sollen an allen Krankenhausstandorten künftig sog. Stationsapotheker/innen mitarbeiten und die medikamentöse Versorgung der Patienten überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Seit Jahren prangern wir die ungleiche Verteilung der Arztsitze im Stadtgebiet an. Durch die neuen rechtlichen Möglichkeiten, die auf Bundesebene beschlossen wurden, gibt es jetzt die Chance, dagegenzusteuern. Auch das werden wir tun.

Simone Gündüz

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