Nach 30 Jahren eine Ampel am Binnenfeldredder!

Nach rund 30 Jahren Wartezeit und viel politischem Druck durften wir vor einigen Wochen Zeugen eines freudigen Ereignisses an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein werden. Am Binnenfeldredder steht nun endlich eine Lichtzeichensignalanlage, kurz: Ampel!

Diese ermöglicht es, auf der Höhe des Bille-Wander-weges die Straße sicher zu überqueren. Für viele Fußgänger und Fahrradfahrer ist dieser Weg, der vom Harnackring im Norden entlang des Lohbrügger Grabens und der Bille bis zur S-Bahn-Strecke führt, eine schöne Möglichkeit, den Stadtteil ohne Straßenverkehr zu durchqueren.

Die K 80 und in Verlängerung der Binnenfeldredder sind vom Autoverkehr stark belastet. Immer wieder machten Bürgerinnern und Bürger, die Politik und der Stadtteilbeirat Lohbrügge auf das dort bestehende Unfallrisiko aufmerksam. Doch die Forderungen nach einer Querungshilfe – Sprunginsel oder Ampel – scheiterten immer wieder aus unterschiedlichen Gründen.

Mal mochten private Grundeigentümer keine Flächen abgeben, um dadurch eine Straßenverschwenkung und somit eine Sprunginsel zu ermöglichen. Mal fehlte das Geld für eine Ampel oder die Polizei mochte sich nicht mit einer Ampel anfreunden, weil an der Stelle zu wenige Unfälle registriert wurden.

Zwei Umstände machten es möglich, dass die Ampelanlage 2020 Realität wurde. Zum einen führt die in unmittelbarer Nähe errichtete Flüchtlingsunterkunft am Bünt zu einem deutlich höheren Fußgängeraufkommen in dem Bereich. Eine extra dafür aufgestellte provisorische Ampel wurde in erheblichem Umfange genutzt. Das überzeugte auch die Polizei. Und zum anderen bot die Sanierung des Binnenfeldredders die Möglichkeit, den dortigen Straßenbereich für eine Ampel umzugestalten.

Die neue Ampelanlage ermöglicht nun für alle Menschen, eine gefahrlose Querung des Binnenfeldredders. Manchmal sind es eben doch ganz dicke Bretter, die gebohrt werden müssen, um Erfolg zu haben. Hier hat es endlich geklappt!

Jürgen Schramm

 

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